Deutsch in Deutschland, Österreich, der Schweiz und weltweit
Deutsch ist Amtssprache in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg. In Belgien ist es Amtssprache der Deutschsprachigen Gemeinschaft, in Italien Amtssprache in Südtirol. Deutsch ist außerdem die Muttersprache mit den meisten Sprecherinnen und Sprechern in der Europäischen Union.
Das Auswärtige Amt erhebt mit dem Netzwerk Deutsch alle fünf Jahre, wie viele Menschen weltweit Deutsch lernen. Die Erhebung von 2025 zeigt vor allem eine Entwicklung: Die Nachfrage wächst dort, wo Deutschland als Ziel für Arbeit, Ausbildung oder Studium gilt, etwa in Ägypten, Indien, Kenia und Kolumbien. Eine weltweite Gesamtzahl hat das Auswärtige Amt 2025 nicht veröffentlicht, weil die Daten von Land zu Land zu unterschiedlich vollständig waren.
Wer Deutsch lernt, braucht es meist für ein konkretes Ziel: eine Stelle in der Pflege oder in der Technik, ein Studium, eine Ausbildung, die Familie oder die Einbürgerung. Ein Online-Kurs hilft besonders, wenn Sie noch im Herkunftsland leben. Sie beginnen den Kurs vor der Ausreise und kommen mit A2 oder B1 an, statt bei null zu starten.
Viele Online-Angebote für Deutsch sind kostenlos oder gefördert. Die Deutsche Welle bietet freie Kurse von A1 bis C1 an, und das vhs-Lernportal der Volkshochschulen bietet kostenlose Deutschkurse für Zugewanderte. Prüfen Sie diese Angebote, bevor Sie einen bezahlten Kurs buchen.
Deutsch bis B1 braucht etwa 350 bis 650 Unterrichtseinheiten
Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) teilt Sprachkenntnisse in sechs Stufen ein. A1 und A2 beschreiben elementare Kenntnisse, B1 und B2 die selbstständige Sprachverwendung und C1 und C2 die kompetente Sprachverwendung. Fast alle Deutschkurse und Deutschprüfungen nennen ihr Niveau auf dieser Skala.
Das Goethe-Institut nennt Richtwerte in Unterrichtseinheiten (UE). Eine Unterrichtseinheit dauert 45 Minuten. Die Werte gelten ab null und hängen stark von Vorkenntnissen und Übung ab.
| GER-Stufe | Was Sie auf Deutsch können | Unterrichtseinheiten ab null (ca.) |
|---|---|---|
| A1 | sich vorstellen, einkaufen, einfache Fragen stellen | 80 bis 200 UE |
| B1 | im Alltag und bei der Arbeit zurechtkommen | 350 bis 650 UE |
| C1 | studieren, Fachtexte lesen, präsentieren | 800 bis 1.000 UE |
Ein Rechenbeispiel zeigt, was das für die Planung bedeutet. In einem Abendkurs mit sechs Unterrichtseinheiten pro Woche erreichen Sie B1 nach etwa einem bis zwei Jahren. In einem Intensivkurs mit 20 Unterrichtseinheiten pro Woche schaffen Sie dieselbe Strecke in vier bis acht Monaten.
Der Integrationskurs des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bestätigt diese Größenordnung. Sein Sprachkurs umfasst 600 Unterrichtseinheiten und führt zum Niveau B1. Für englischsprachige Lernende rechnet das Foreign Service Institute, die Sprachschule des US-Außenministeriums, mit rund 36 Wochen und 828 Unterrichtsstunden bis zu sicherem Arbeiten auf Deutsch.
Wer schon Englisch oder Niederländisch spricht, erkennt viele deutsche Wörter wieder und kommt oft schneller voran. Wer täglich Deutsch hört, etwa bei der Arbeit oder in der Familie, braucht weniger Unterrichtsstunden als jemand, der Deutsch nur im Kurs hört.
4 Grammatikthemen, an denen Deutschlernende lange arbeiten
Die deutsche Aussprache folgt klaren Regeln, und die Schreibung verrät meist die Aussprache. Übung brauchen vor allem die Umlaute ä, ö und ü, die zwei ch-Laute in 'ich' und 'ach' und das r. Am Wortende sprechen Sie b, d und g wie p, t und k: 'Hund' klingt wie 'Hunt'. Diese Regel heißt Auslautverhärtung. Alle Nomen schreiben Sie groß.
Die Grammatik enthält vier Themen, an denen Lernende lange arbeiten.
1 Drei Geschlechter und die Artikel
Jedes Nomen hat ein Geschlecht: der Tisch, die Lampe, das Buch. Das Geschlecht folgt nur teilweise Regeln, deshalb lernen Sie jedes Nomen mit seinem Artikel.
2 Vier Fälle
Der Artikel ändert sich mit seiner Rolle im Satz. Diese Rollen heißen Fälle (Kasus).
| Fall | Frage | Beispiel |
|---|---|---|
| Nominativ | Wer? | Der Mann wartet. |
| Akkusativ | Wen? | Ich sehe den Mann. |
| Dativ | Wem? | Ich helfe dem Mann. |
| Genitiv | Wessen? | Das Auto des Mannes |
3 Die Stellung des Verbs
Im Hauptsatz steht das konjugierte Verb an zweiter Stelle: 'Morgen fahre ich nach Berlin.' Im Nebensatz steht es am Ende: '..., weil ich morgen nach Berlin fahre.' Trennbare Verben wie 'anrufen' teilen sich: 'Ich rufe dich morgen an.'
4 Adjektivendungen
Die Endung eines Adjektivs hängt von Artikel, Geschlecht und Fall ab: 'ein guter Wein', 'der gute Wein', 'mit gutem Wein'. Viele Lernende üben diese Endungen bis zum Niveau B2.
Ein guter Kurs übt Artikel, Fälle und Verbstellung in kurzen Sprechübungen statt nur mit Tabellen. Lernen Sie jedes neue Nomen sofort mit Artikel und Pluralform, etwa 'das Buch, die Bücher'.
Hochdeutsch in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Deutsch hat drei gleichberechtigte Standardvarianten: das Hochdeutsch Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Sie unterscheiden sich in einigen Wörtern und in der Schreibung. Daneben gibt es viele Dialekte, etwa Bairisch, Schwäbisch, Sächsisch oder Plattdeutsch.
| Bereich | Deutschland | Österreich | Schweiz |
|---|---|---|---|
| Monat | Januar | Jänner | Januar |
| Gemüse | Tomate, Kartoffel | Paradeiser, Erdäpfel | Tomate, Kartoffel |
| Verkehr | Fahrrad | Fahrrad, Radl | Velo |
| Schreibung | Straße | Straße | Strasse (kein ß) |
In der deutschsprachigen Schweiz sprechen die Menschen im Alltag Schweizerdeutsch. Schweizerdeutsch ist eine Gruppe alemannischer Dialekte, die sich vom Hochdeutsch stark unterscheiden. In Schule, Zeitung und Behörden schreiben Schweizerinnen und Schweizer aber Hochdeutsch. In Bayern und Österreich hören Sie im Alltag ebenfalls viel Dialekt.
Auch das Schweizer Hochdeutsch hat eigene Wörter. Dort parkieren Sie das Auto, statt es zu parken, und gehen auf dem Trottoir statt auf dem Gehweg. In Österreich bestellen Sie im Café einen Verlängerten, wenn Sie einen mit Wasser verdünnten Espresso möchten. Solche Wörter lernen Sie schnell im Alltag; Prüfungen erkennen alle drei Standardvarianten an.
Lernen Sie zuerst Hochdeutsch, auch wenn Sie in die Schweiz oder nach Österreich ziehen. Alle Prüfungen verwenden Hochdeutsch, und alle Menschen im deutschsprachigen Raum verstehen es. Den regionalen Wortschatz und das Hörverstehen für den Dialekt ergänzen Sie danach vor Ort.
7 Arten von Online-Deutschkursen
Online-Deutschkurse unterscheiden sich vor allem im Lernziel. Das Format, also Gruppe, Einzelunterricht, App oder KI, kommt erst danach.
- Ein Allgemeinsprachkurs trainiert Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen auf allen Stufen von A1 bis C2.
- Ein Integrationskurs des BAMF verbindet 600 Unterrichtseinheiten Deutsch mit einem Orientierungskurs über Recht, Geschichte und Kultur in Deutschland. Zugelassene Kursträger bieten ihn auch als Live-Online-Kurs an.
- Ein Berufssprachkurs des BAMF baut auf dem Integrationskurs auf und bereitet auf Deutsch im Beruf vor, zum Beispiel bis B2 oder C1.
- Ein Fachsprachkurs vermittelt den Wortschatz eines Berufs, etwa Pflege, Medizin, Technik oder Gastronomie.
- Ein Studienvorbereitungskurs bereitet auf TestDaF, DSH oder telc Deutsch C1 Hochschule vor.
- Ein Prüfungskurs bereitet gezielt auf Goethe-Zertifikat, telc oder ÖSD vor.
- Ein KI-Kurs setzt einen KI-Tutor ins Zentrum, der Ihre Aussprache mit Spracherkennung bewertet und Übungen an Ihre Fehler anpasst.
Live-Gruppenkurse mit vier bis zwölf Personen kosten wenig je Stunde und geben Sprechzeit mit anderen Lernenden. Einzelunterricht passt sich ganz an Ihre Lücken an. Apps und KI-Tutoren eignen sich für tägliche kurze Übungen zwischen den Kursterminen.
- ✓Ein KI-Tutor steht rund um die Uhr für Sprechübungen bereit.
- ✓Die Spracherkennung bewertet Umlaute und das ch sofort.
- ✓Das System zeigt wiederkehrende Fehler bei Artikeln und Endungen.
- ✗Ein KI-Tutor übersieht oft Fehler in Höflichkeit und Ton.
- ✗Er ersetzt keinen anerkannten Kurs, den eine Behörde verlangt.
- ✗Ihre Sprachaufnahmen landen auf Servern des Anbieters, prüfen Sie deshalb den Datenschutz.
Deutschprüfungen für Einbürgerung, Beruf und Studium
Ein Zertifikat belegt Ihr Deutschniveau gegenüber Behörden, Arbeitgebern und Hochschulen. Die Prüfungen messen Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen und ordnen das Ergebnis den Stufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) von A1 bis C2 zu.
| Prüfung | Typischer Zweck | Niveaus | Anbieter |
|---|---|---|---|
| Goethe-Zertifikat | Beruf, Visum, Studium | A1 bis C2 | Goethe-Institut |
| telc Deutsch | Beruf, Pflege, Medizin, Hochschule | A1 bis C2 | telc gGmbH |
| DTZ (Deutsch-Test für Zuwanderer) | Abschluss des Integrationskurses | A2 oder B1 | im Integrationskurs |
| TestDaF | Studium | TDN 3 bis 5, etwa B2 bis C1 | TestDaF-Institut |
| DSH | Studium | DSH-1 bis DSH-3 | einzelne Hochschulen |
| ÖSD | Beruf, Studium, Österreich | A1 bis C2 | Österreichisches Sprachdiplom Deutsch |
Der TestDaF ist eine Prüfung für die Hochschulzulassung. Er bewertet jeden der vier Teile mit einer TestDaF-Niveaustufe (TDN) von 3 bis 5. Alle deutschen Hochschulen erkennen ihn an, und viele verlangen TDN 4 in allen Teilen. Der TestDaF läuft an über 500 Testzentren in 100 Ländern, digital oder auf Papier. Im Testzentrum der Universität Regensburg kostet die digitale Prüfung 2026 zum Beispiel 210 Euro. Die DSH (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang) nimmt jede Hochschule selbst ab, meist wird DSH-2 verlangt.
Typische Anforderungen sind gut zu merken. Für die Einbürgerung und die Niederlassungserlaubnis verlangt Deutschland Deutsch auf B1. Für die Anerkennung als Pflegefachkraft verlangen die Behörden B2. Ärztinnen und Ärzte legen zusätzlich eine Fachsprachprüfung auf C1 ab. Für die Chancenkarte, eine Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitssuche, gilt Deutsch auf A1 oder Englisch auf B2 als Mindestvoraussetzung, und bessere Deutschkenntnisse bringen Punkte.
Fragen Sie vor der Anmeldung bei der Stelle nach, die das Zertifikat verlangt. Behörden und Hochschulen akzeptieren nicht jede Prüfung, und manche verlangen alle vier Teile auf einem bestimmten Niveau.
Online-Deutschunterricht kostet zwischen 0 und etwa 50 Euro je Stunde
Deutsch hat ein großes Angebot an kostenlosen und geförderten Kursen. Der Preis hängt deshalb vor allem davon ab, ob Sie Anspruch auf eine Förderung haben. Für bezahlte Kurse gelten 2026 grobe Marktwerte, die je nach Anbieter und Spezialisierung schwanken.
Integrationskurse sind gefördert. Wer ohne Kostenbefreiung teilnimmt, zahlt einen Eigenanteil je Unterrichtseinheit; Kursträger nennen dafür 2026 rund 229 Euro je Modul mit 100 Unterrichtseinheiten. Viele Teilnehmende sind ganz von den Kosten befreit, etwa beim Bezug von Sozialleistungen. Berufssprachkurse des BAMF sind für viele Teilnehmende ebenfalls kostenlos.
Weitere Wege senken die Kosten.
- Arbeitsuchende können bei der Agentur für Arbeit einen Bildungsgutschein für einen zugelassenen Kurs beantragen.
- Viele Arbeitgeber in Pflege, Technik und Gastronomie zahlen Deutschkurse für neue Beschäftigte.
- Ein Sprachtandem ist kostenlos: Sie üben mit einer deutschsprachigen Person abwechselnd Deutsch und Ihre Sprache, oft per Videoanruf.
Vergleichen Sie Preise immer je Zeitstunde zu 60 Minuten. Viele Deutschkurse rechnen in Unterrichtseinheiten zu 45 Minuten, und ein Paket wirkt dann günstiger, als es ist.
8 Fragen vor der Buchung eines Deutschkurses
Ein Online-Deutschkurs passt zu Ihnen, wenn er Ihr Ziel, Ihr Niveau und Ihren Kalender trifft. Klären Sie vor der Buchung, was der Anbieter konkret leistet.
- Bietet der Anbieter einen Einstufungstest an, der Ihr Niveau auf der Skala des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) von A1 bis C2 bestimmt?
- Führt der Kurs zu einer anerkannten Prüfung, die Ihre Behörde, Ihr Arbeitgeber oder Ihre Hochschule akzeptiert?
- Ist der Anbieter vom BAMF zugelassen, wenn Sie einen Integrationskurs oder Berufssprachkurs brauchen?
- Hat die Lehrkraft eine Ausbildung für Deutsch als Fremdsprache (DaF) oder Deutsch als Zweitsprache (DaZ)?
- Wie viele Minuten sprechen Sie selbst in jeder Stunde?
- Bekommen Sie schriftliches Feedback auf eigene Texte?
- Wie lange laufen Vertrag und Kündigungsfrist?
- Wo speichert der Anbieter Ihre Aufnahmen und Daten, und gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)?
DaF bedeutet Deutsch als Fremdsprache, also Unterricht für Menschen außerhalb des deutschsprachigen Raums. DaZ bedeutet Deutsch als Zweitsprache, also Unterricht für Menschen, die bereits in Deutschland, Österreich oder der Schweiz leben. Beide Ausbildungen zeigen, dass eine Lehrkraft Deutsch systematisch unterrichten kann.
Ein guter Kurs testet Ihr Niveau zu Beginn und am Ende.
Er übt Artikel, Fälle und Verbstellung in jeder Woche in Gesprächen.
Er bereitet Sie auf eine anerkannte Prüfung vor, wenn Sie einen Nachweis brauchen.
Vorsicht ist geboten bei Versprechen wie B1 in vier Wochen.
Vorsicht auch bei Angeboten, die Zertifikate ohne Prüfung versprechen.
Zertifikate eines Kursanbieters ersetzen kein Goethe-Zertifikat, kein telc und keinen TestDaF.
Deutsch für Arbeit, Ausbildung und Studium in Deutschland
Deutschkenntnisse entscheiden in Deutschland über viele Chancen. In Pflege, Medizin, Handwerk und Gastronomie verlangen Arbeitgeber und Behörden meist mindestens B1, für die Berufsanerkennung oft B2. Für eine duale Ausbildung, also Lernen im Betrieb und in der Berufsschule, erwarten Betriebe oft B1 bis B2, das sind die dritte und vierte von sechs Stufen des Referenzrahmens.
An staatlichen Hochschulen in Deutschland zahlen Studierende meist keine Studiengebühren, nur einen Semesterbeitrag. Ausnahme ist Baden-Württemberg, wo Studierende aus Ländern außerhalb der EU 1.500 Euro pro Semester zahlen. Viele Masterstudiengänge laufen auf Englisch. Für den Alltag, Nebenjobs und die meisten Stellen nach dem Abschluss brauchen Sie trotzdem Deutsch.
Verbinden Sie den Kurs mit Ihrem Alltag. Fünf Gewohnheiten helfen dabei.
- Hören Sie täglich 20 Minuten deutsche Nachrichten in einfacher Sprache, etwa die langsam gesprochenen Nachrichten der Deutschen Welle.
- Lernen Sie jedes Nomen mit Artikel und Plural.
- Sprechen Sie Sätze direkt nach einer Aufnahme nach. Diese Technik heißt Shadowing und trainiert Aussprache und Satzmelodie.
- Wiederholen Sie Vokabeln mit einer Karteikarten-App, die den Abstand der Wiederholungen automatisch vergrößert.
- Schreiben Sie jede Woche einen kurzen Text und lassen Sie ihn korrigieren.
Wer Deutsch für eine Stelle in der Pflege braucht, plant B2 und eine anerkannte Prüfung ein. Wer in Deutschland studieren will, plant C1 ein, weil TestDaF und DSH auf diesem Niveau liegen.
Häufige Fragen über Online-Deutschkurse
Wie lange dauert es, Deutsch bis zum Niveau B1 zu lernen?
Bis zum Niveau B1 rechnet das Goethe-Institut mit etwa 350 bis 650 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten. Der Integrationskurs des BAMF sieht für B1 einen Sprachkurs mit 600 Unterrichtseinheiten vor. Bei einem Intensivkurs mit 20 Einheiten pro Woche sind das rund sieben Monate.
Welches Deutschniveau brauche ich für die Einbürgerung in Deutschland?
Für die Einbürgerung in Deutschland brauchen Sie Deutsch auf Niveau B1, die dritte von sechs Stufen des Referenzrahmens. Den Nachweis bringen Sie meist mit einem Zertifikat wie dem Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) auf B1, dem Goethe-Zertifikat B1 oder telc Deutsch B1. Die Behörde kann bei Zweifeln die Sprachkenntnisse selbst prüfen.
Welches Deutschniveau verlangen deutsche Hochschulen?
Deutsche Hochschulen verlangen für Studiengänge auf Deutsch meist den TestDaF mit der Niveaustufe TDN 4 in allen Teilen oder die DSH-2. Beide Nachweise liegen etwa auf Niveau C1. Für Studiengänge auf Englisch brauchen Sie dagegen einen Englischnachweis.
Was ist der Unterschied zwischen Goethe-Zertifikat, telc und TestDaF?
Goethe-Zertifikat und telc Deutsch gibt es für alle Stufen von A1 bis C2, und beide passen für Beruf, Visum und Einbürgerung. Der TestDaF dient der Hochschulzulassung und misst die Stufen B2 bis C1 mit den Noten TDN 3 bis 5. Welche Prüfung gilt, entscheidet die Stelle, die den Nachweis verlangt.
Kann ich einen Integrationskurs online machen?
Ja, zugelassene Kursträger bieten Integrationskurse auch als Live-Online-Kurs mit festen Unterrichtszeiten an. Der Kurs umfasst dann ebenfalls 600 Unterrichtseinheiten Deutsch und 100 Einheiten Orientierungskurs. Fragen Sie bei der Ausländerbehörde oder beim BAMF nach, ob die Online-Form für Sie zulässig ist.
Welches Deutschniveau brauchen Pflegefachkräfte für die Anerkennung in Deutschland?
Für die Anerkennung als Pflegefachkraft in Deutschland verlangen die Behörden Deutsch auf Niveau B2. Als Nachweis dienen etwa das Goethe-Zertifikat B2, telc Deutsch B1-B2 Pflege oder das ÖSD-Zertifikat B2. Ärztinnen und Ärzte legen zusätzlich eine Fachsprachprüfung auf C1 ab.
Wo finde ich kostenlose Online-Deutschkurse?
Kostenlose Online-Deutschkurse bieten die Deutsche Welle mit Kursen von A1 bis C1 und das vhs-Lernportal der Volkshochschulen. Integrationskurse und Berufssprachkurse des BAMF sind für viele Teilnehmende ebenfalls kostenlos. Für eine Prüfung zahlen Sie die Gebühr meist trotzdem selbst.
Was kann ein KI-Tutor in einem Deutschkurs leisten?
Ein KI-Tutor im Deutschkurs bietet unbegrenzte Sprechübungen und bewertet Ihre Aussprache, etwa Umlaute und ch, mit Spracherkennung sofort. Er erkennt wiederkehrende Fehler bei Artikeln, Fällen und Endungen. Einen Kurs, den eine Behörde verlangt, ersetzt ein KI-Tutor nicht.
Quellen
Die Angaben stützen sich auf diese Stellen. Prüfen Sie Gebühren und Termine vor der Anmeldung direkt beim Anbieter.






